Auf Twitter-Reise zu Erkenntnissen. Aus Gründen.

Eine Woche bin ich jetzt auf Reisen, habe tolle Leute getroffen, tolle Städte gesehen und tolle Gespräche geführt. Ich habe (obwohl  ziemlich atheistisch angehaucht) einen schönen Ostergottesdienst besucht und eine Hafenrundfahrt gemacht, einiges über das Angeln erfahren, war im Moor und einem doppelstöckigen Bahnhof, bin mit dem Bummelzug und guter Gesellschaft quer durch Schleswig-Holstein gefahren und habe mir mit anderen im Mecces eine Blasrohrschlacht geliefert.

img_2669

All das wäre wohl in dieser Form ohne Twitter nicht passiert, denn die Leute, die ich auf dieser Reise treffe, haben allesamt direkt oder indirekt mit Twitter zu tun. Das bringt mich zur ersten Erkenntnis: Wenn ich möchte, dass sich in meinem Leben etwas tut, muss ich die Initiative zu ergreifen, anstatt zu Hause sitzend auf ein Wunder zu warten. Muss auch mal ein “Wagnis” eingehen und wie letztes Wochenende die Familie von Maik und Tim besuchen, die ich vorher (bis auf die beiden) kaum kannte, bei der ich dann aber drei richtig tolle und inspirierende Tage erlebte. Muss auch mal Vorurteilen und Mißtrauen widerstehen, um schliesslich Türen zu öffnen, die man vielleicht vorher so nicht für möglich gehalten hätte.

img_0146

Die zweite Erkenntnis: Neugier ist optimalerweise bidirektional. Offenheit suchen und geben, sich Leuten mitteilen, ihre Fragen beantworten, aber auch selber stellen und bereit sein für Neues. Scheuklappen sind gut, um Pferden manchen Schreck dieser Welt zu ersparen, bei Menschen führen sie eher zu geistiger Verarmung und despirativen Mangelerscheinungen. Und man darf auch bei anderen ruhig mal Erwartungen durchkreuzen oder andere Seiten zeigen.

img_1463

Und schliesslich die dritte Erkenntnis: Ich werde nicht mehr versuchen, mich Nicht-Twitterern gegenüber wegen der Dynamik und Begeisterung, die ich mit und durch Twitter erlebe, zu rechtfertigen oder zu erklären. Es funktioniert einfach nicht. Wer Interesse zeigt, dem erkläre ich das “Prinzip Twitter” gerne (sofern man überhaupt von einem solchen sprechen kann), aber wer mit der Arroganz vorinternetlicher Maßstäbe an das Thema herangeht, soll gerne weiter beim TV-Abendprogramm verweilenund 0137er-Abstimmungen für ein Maximum an Interaktiviät halten.

Fabio, den ich heute in Kiel traf, schrieb nach unserem Treffen später in Twitter “Einen Tag erlebt, den ich so schnell nicht vergessen werde. :) ”. Für mich ist eher noch “Eine Woche, an die ich noch lange und gerne denken werde”, weil sie mir viele neue Eindrücke, Aktionen und vor allem Gespräche gebracht hat und ein weiterer Beweis dafür ist, daß man mit offenem Geist und Herz einfach mehr sieht und erlebt.


Verfolge Antworten zu diesem Beitrag mithilfe des RSS 2.0 Feeds. Kommentare und Pings sind derzeit nicht moeglich.

AddThis Social Bookmark Button

4 Responses to “Auf Twitter-Reise zu Erkenntnissen. Aus Gründen.”

  1. #hach #ilike

  2. Wozu das „Prinzip Twitter“ anderen erklären? Deine Blogposts beschreiben mit einer sehr schönen, offenen Art, was dir daran gefällt und was du empfindest. Für mich waren die letzten beiden Wochenenden auch sehr schön und ich bemerkte, dass Twitterertreffen umso schöner werden, wenn man Twitter einfach mal sich selbst überlässt. =)

  3. @PattaFeuFeu Ich werde immer wieder von Nicht-Twitterern gefragt, was mir an Twitter so gefällt. Oder es ist einfach nur der übliche Kommentar von Unverständnis und Zeitverschwendung. Die Leute können dieses diffuse Phänomen nicht in ihr Leben einordnen, darum schaffen sie einen Abstand. Schade drum, aber es braucht schon recht viel Energie, diesen Abstand zu überwinden. Hat wohl irgendwas mit Quantenmechanik zu tun oder so. ;)

  4. 19Steve97 Says:

    Meine mom hasst es wenn icht twittere, aber was solls: lassen wir twitterer einfach die anderen reden und lästern. Was solls, facebook ist gegen twitter doch nur n riesen haufen unstrukturierte werbung, oder?!