Auf Twitter-Reise zu Erkenntnissen. Aus Gründen.

Eine Woche bin ich jetzt auf Reisen, habe tolle Leute getroffen, tolle Städte gesehen und tolle Gespräche geführt. Ich habe (obwohl  ziemlich atheistisch angehaucht) einen schönen Ostergottesdienst besucht und eine Hafenrundfahrt gemacht, einiges über das Angeln erfahren, war im Moor und einem doppelstöckigen Bahnhof, bin mit dem Bummelzug und guter Gesellschaft quer durch Schleswig-Holstein gefahren und habe mir mit anderen im Mecces eine Blasrohrschlacht geliefert.

img_2669

All das wäre wohl in dieser Form ohne Twitter nicht passiert, denn die Leute, die ich auf dieser Reise treffe, haben allesamt direkt oder indirekt mit Twitter zu tun. Das bringt mich zur ersten Erkenntnis: Wenn ich möchte, dass sich in meinem Leben etwas tut, muss ich die Initiative zu ergreifen, anstatt zu Hause sitzend auf ein Wunder zu warten. Muss auch mal ein “Wagnis” eingehen und wie letztes Wochenende die Familie von Maik und Tim besuchen, die ich vorher (bis auf die beiden) kaum kannte, bei der ich dann aber drei richtig tolle und inspirierende Tage erlebte. Muss auch mal Vorurteilen und Mißtrauen widerstehen, um schliesslich Türen zu öffnen, die man vielleicht vorher so nicht für möglich gehalten hätte.

img_0146

Die zweite Erkenntnis: Neugier ist optimalerweise bidirektional. Offenheit suchen und geben, sich Leuten mitteilen, ihre Fragen beantworten, aber auch selber stellen und bereit sein für Neues. Scheuklappen sind gut, um Pferden manchen Schreck dieser Welt zu ersparen, bei Menschen führen sie eher zu geistiger Verarmung und despirativen Mangelerscheinungen. Und man darf auch bei anderen ruhig mal Erwartungen durchkreuzen oder andere Seiten zeigen.

img_1463

Und schliesslich die dritte Erkenntnis: Ich werde nicht mehr versuchen, mich Nicht-Twitterern gegenüber wegen der Dynamik und Begeisterung, die ich mit und durch Twitter erlebe, zu rechtfertigen oder zu erklären. Es funktioniert einfach nicht. Wer Interesse zeigt, dem erkläre ich das “Prinzip Twitter” gerne (sofern man überhaupt von einem solchen sprechen kann), aber wer mit der Arroganz vorinternetlicher Maßstäbe an das Thema herangeht, soll gerne weiter beim TV-Abendprogramm verweilenund 0137er-Abstimmungen für ein Maximum an Interaktiviät halten.

Fabio, den ich heute in Kiel traf, schrieb nach unserem Treffen später in Twitter “Einen Tag erlebt, den ich so schnell nicht vergessen werde. :)”. Für mich ist eher noch “Eine Woche, an die ich noch lange und gerne denken werde”, weil sie mir viele neue Eindrücke, Aktionen und vor allem Gespräche gebracht hat und ein weiterer Beweis dafür ist, daß man mit offenem Geist und Herz einfach mehr sieht und erlebt.

Posted in Allgemein, Draussen, Kirche, Positives, Unterwegs | 4 Comments

Neues von #TwosternOB

Im letzten Blogpost hab ich ja schon geschrieben, was Euch am Ostersamstag im Centro Oberhausen erwartet. Heute haben wir (@marhei, @JayDee2202 und @PattaFeuFeu und ich) die „Location“ erkundigt und geschaut, was Euch morgen alles erwartet. Über den Starbucks ist ja nicht mehr viel zu sagen, davon abgesehen ist dieser morgen auch nur „Warm Up“-Station. Um 13 Uhr geht es wie schon angekündigt weiter zum Eiscafe Promenade.

Continue reading

Posted in Allgemein | 1 Comment

TwosternOB am 23. April im Centro

Einige von Euch, die diese Zeilen lesen, haben es vielleicht schon auf Twitter gelesen oder sich sogar bei Twtvite eingetragen. Am 23. April gibt es mal wieder ein Twitterertreffen im Centro Oberhausen. Für Euch alle, ob ihr nun bereits vorhabt zu kommen, oder noch überlegt, hier mal der aktuelle “Status”.

Derzeit haben ca. 25 Leute zugesagt plus weitere 7 “Maybes”. Wie auf Twtvite angekündigt, werden wir uns zuerst ab 11 Uhr im Starbucks in der Oase treffen. Ich werde schon so gegen 10 Uhr da sein, wer also noch früher kommen und helfen will, Plätze freizuhalten, nur zu. 🙂 Ein Besuch im Kult-Bucks darf ja bei keinem Twitterertreffen fehlen, das liegt ausser an den Getränke-Kreationen vor allem auch am kostenlosen WLAN.

Continue reading

Posted in Allgemein | 1 Comment

Gewehre und das Internet

Brauchen wir Gewehre?

Ich vermute mal, dass die meisten von uns nicht persönlich jagen gehen, sie ziehen die bequemere Fleischtheke oder das Selbstbedienungsregal im Supermarkt vor. Und doch gab und gibt es viele Menschen, die mit Hilfe von Gewehren ihren Speiseplan um allerlei Fleischliches bereichern. Aber werden Gewehre nicht auch verwendet, um andere Menschen zu verletzen, gar zu töten? Unbestritten, das Gewehr hat, wie das Messer auch, seine zwei Seiten. Und je nachdem, von welcher dieser Seiten man das Thema beleuchtet, erscheint es als Bedrohung oder Segen.

Der thematisch Sprung hin zum Internet ist an dieser Stelle vielleicht gewagt, aber nicht unmöglich. Fragt man Leute nach ihren Assoziationen zu „dem Internet“, hört man von „gefährlich“ bis „praktisch“ die unterschiedichsten Meinungen und Argumente. Nicht immer, aber oft, läßt sich von der Art der Antwort schon auf eine bestimmte Art der Internetnutzung schliessen. So wird jemand, der kaum per Mail, Web oder in sozialen Netzen unterwegs ist, vielleicht eher die negativen Seiten wahrnehmen, während ein intensiver Nutzer die Vorzüge anpreist, ohne die er oder sie gar nicht mehr auskommen möchte.

Continue reading

Posted in Allgemein, Gesellschaft, Zeitgeist | 3 Comments

Von der Leidensdogmatik

Derzeit wird die Welt gebeutelt. Klima, Kriege und Katastrophen halten die Menschen in Atem und es fällt schwer, zwischendurch mal Luft zu schnappen angesichts immer neuer Schreckensmeldungen. Selbst Leute, die sich sonst nicht grün sind, einigt das Mitgefühl für Katastrophenopfer wie in Japan oder die Freude über einen poltischen Umschwung wie in Ägypten. Die Welt gibt die Headlines vor. Ein einig Volk von Leidern? Nicht ganz. Denn Leiden ist letztendlich immer persönlich und subjektiv und gehorcht ganz eigenen Maßstäben. Etwas, daß die Leidensdogmatiker nicht gerne sehen, zumindest, wenn es ihren eigenen gerade gültigen Richtlinien widerspricht.

Fall heute: Die Meldung vom Tode des Eisbären Knut macht die Runde. Und es passiert genau das, was passieren mußte. Ein Teil der Menschheit (hier mal repräsentiert in Form eines Teils meiner Twitter-Timeline) trauert um Knut, der andere Teil findet das lächerlich und proklamiert, daß es doch wahrhaft Wichtigeres gäbe als einen toten Eisbären, gefolgt von kleinen, aber gezielten ironischen oder sarkastischen Seitenhieben.

Continue reading

Posted in Allgemein | 1 Comment

Klein, aber fein

Sonntag morgen. 7 Uhr aufwachen, die schrägen Träume rotieren langsam aus. Im Halbschlaf plane ich, umzuräumen, mein Zimmer, meine Followings, mein Leben. Letzteres wird erstmal gestrichen, zu früh für Pathos.

Eine Handvoll verlesener Tweeples halten müde meine Timeline am Leben, da flattert ein Tweet herein: “TyrolVideo You’d like to see the best video of all time? I have to disappoint you, it’s just my new video:  http://youtu.be/HQnnl2oUuYo”. Ich klicke, schaue, staune. Was für eine Idee… Ganz davon abgesehen, dass ich das gespielte Lied liebe (ich verrate den Titel hier nicht, kommt selber drauf).

Neugierig geworden, klicke ich weiter und entdecke ein kleines Juwel nach dem anderen. Ideen, auf die man erstmal kommen muß und die – obwohl der zugrunde liegende Gedanke bald klar wird – immer wieder überraschen. Ein paar der Videos füge ich hier ein, aber am schönsten ist natürlich, wenn ihr selber auf Entdeckungstour geht. Ich wünsche Euch schon jetzt viel Spaß dabei.

Schöne Hommage an den Shuffle. Tolle Musik dazu.

Gutes Beispiel für den typischen “TyrolVideo-Effekt”. Erst fragt man sich, was das soll, dann schaut man nochmal hin und schliesslich kommt das grosse “Ahhhh”.

Quelle: http://www.youtube.com/user/TyrolVideoStudios

Posted in Allgemein | 1 Comment

Die Stadt der Blinden – Ein Endzeitdrama

Was ist so reizvoll an Endzeitfilmen? Ist es die Konfrontation mit unseren Urängsten vor Untergang und Vernichtung? Die beklemmenden Szenarien von Zerstörung, Naturgewalten und Aussichtslosigkeit? Oder das Ende von Moral und gesellschaftlichen Regeln, der brutale Kampf um Macht, Besitz und – nicht zuletzt – das Überleben?

“Die Stadt der Blinden” (Originaltitel: Blindness) ist ein 2008 erschienener Endzeitfilm, in dem in einer ungenannten Stadt plötzlich und ohne nachvollziehbaren Grund viele Menschen erblinden. Aus Angst vor Verbreitung einer vermeintlichen Seuche sperrt die Regierung sie in eine verlassene psychatrische Anstalt und überläßt sie dort sich selbst, streng bewacht von Soldaten, die jeden töten, der zu fliehen versucht. Mit der zunehmenden Anzahl der Internierten verschlechtern sich auch Versorgung und hygienische Situation zunehmend, es kommt zu immer mehr Gewaltausbrüchen. Schliesslich reisst eine Gruppe die Kontrolle der Nahrungsmittelvorräte an damit die Macht in der Anstalt an sich, die letzten Anzeichen von Zivilisation verschwinden in Gewalt und sexuellem Mißbrauch. Continue reading

Posted in Allgemein | 1 Comment

Zuhören. Eingehen. Teilen.

Kommunikation ist schwierig. Vor allem, wenn einer nicht genau weiß, was der andere will oder etwas selber Gesagtes auffasst. Kommen dann noch verschiedene Ebenen der Verständigung plus eine Portion Gruppendynamik und Social Networking dazu, wird es abenteuerlich und mitunter frustrierend.

Paradebeispiel 1: Foren

Ich wende mich an die Mitglieder eines Forums mit einer simplen Frage “Wie kann ich in der Anwendung XYZ dies und das machen?”. Und die Antworten…

  • User A: “Warum willst du das denn machen, das ist doch total sinnlos / doof / zweckentfremend!
  • User B: “Bääähh… wie kannst Du nur das Programm XYZ verwenden. ABC ist doch viel besser“.
  • User C: “Öhmmm… also ich verwende das Programm nicht, aber ich könnte mir denken, dass vielleicht… eventuell… öhm… äh…
  • User D: “SuFu!
  • User E: “Ja, das würde ich auch gerne wissen. Hab ja schon überall gesucht und nix gefunden.

Continue reading

Posted in Ausgekotzt, Gesellschaft, Zeitgeist | 5 Comments

Twitter und das Erdbeben

Obwohl seit fast zwei Jahren in Twitter angemeldet, habe ich erst vor ein paar Monaten angefangen, “richtig” zu twittern und fleissig anderen Leuten zu folgen. Schnell habe ich Leute kennengelernt, mit denen ich mich inzwischen täglich und nicht nur über Twitter austausche. Wir reden über Fotografie, spielen Carcassonne und fülosofieren, was das Zeuch hält. Ein faszinierendes Konzept von “Social Networking”, welches auch Firmen und Spammer langsam für sich entdecken.

Diese Nacht, in der ich zufälliger- und glücklicherweise gearbeitet habe, zeigte sich mir Twitter noch von ein einer anderen Seite. Einer, die ich bisher nur aus Berichten und Erzählungen anderer mitbekommen habe… als rasantes Informations-Weiterverbreitungs-Medium.

Continue reading

Posted in Allgemein | 4 Comments

Was ist so toll am iPad?

Als ich das erste Mal während der Januar-Keynote das iPad sah, war meine Reaktion “Was in aller Welt ist DAS denn? Ein zu gross geratener iPod touch?”. In der Tat ist das auch heute noch ein häufiger Kommentar, der jedoch bei Apple-Ignoranten kaum verwundert. Aber bei einem Apple-Fanboy wie mir?

In der Tat bringt das iPad im Vergleich zum iPhone oder iPod touch kaum etwas Neues. So gut wie alles, was man heute mit dem iPad erledigen kann, beherrschen bereits die kleinen Brüder. Schlimmer noch: Das iPad hat nicht einmal eine Kamera, man kann weder damit telefonieren noch SMSe schreiben. Was also macht Teil so anziehend?

Continue reading

Posted in Allgemein | Comments Off on Was ist so toll am iPad?

Twonkymedia Server – UPnP Server für ein Openfiler NAS

Vor einiger Zeit habe ich mir ein NAS mithilfe des Intel SS4200 und einem auf rPath Linux aufbauenden Openfiler aufgebaut. Die offene Struktur lädt zur Installation weiterer Tools und Programme ein, was auf einem “Out-of-the-Box”-NAS nicht immer möglich ist. Eine interessante Sache für das digitalisierte Heim ist die Installation eines UPnP-Servers, der die ohnehin schon auf dem NAS liegenden Inhalte (Bilder, Filme, Musik) im (W)LAN zur Verfügung stellt. In vielen aktuellen Fernsehern (z.B. in meinem Samsung UE46B8000) finden sich UPnP-Clients, mit denen man genau diese Inhalte wiedergeben kann. Oder man verwendet externe Clients wie den CinemaTube, der dann wieder an das TV-Gerät angeschlossen wird.

Durch Zufall bin ich nun auf den Twonkymedia Server gestossen, der eine extrem einfache Möglichkeit bietet, einen UPnP-Server auf Linux zu realisiereren. Tatsächlich war es nicht mehr als das Herunterladen eines “Setup Packages” (bestehend aus einem Shellskript plus zu installierende Dateien), dessen Ausführung und schon war der Mediaserver am Laufen. Zuerst hatte ich mir ja Gedanken gemacht, ob die glibc korrekt ist, ob ich noch weitere Software brauche etc., hab es aber dann einfach probiert und siehe da – es läuft.

Sofort nach der Installation konnte ich die Benutzeroberfläche starten, die beim TM Server über Webbrowser realisiert wird. Dazu läuft ein entsprechender Webserver auf Port 9000 auf dem NAS.

Twonkymedia Server Statusseite

Dann noch die freizugebenden Verzeichnisse mit den Mediadateien konfigurieren, den Mediaserver neu starten und fertig. Über das Setup-Menü lassen sich viele externe Quellen einbinden wie Youtube, Facebook, Flickr, Shoutcast etc. Das macht den Twonkymedia Server zu einem “richtigen” Multimedia Center.

Fazit: Die Installation war extrem einfach (für Linux-Verhältnisse ;)) und mit nicht mal 10 Euro (momentanes Sonderangebot, normaler Preis 20 Euro) ist die Software in meinen Augen ihr Geld wert.

Posted in Allgemein | Comments Off on Twonkymedia Server – UPnP Server für ein Openfiler NAS

Da sag noch einer…

es gäbe keine Servicementalität im Einzelhandel mehr…

Eben durch das Einkaufszentrum gestromert auf der Suche nach einem Schuhlöffel (englisch “shoehorn”, wie ich dabei gleich gelernt habe ;-)). Es gibt zwar im “Westend” in Budapest jede Menge kleine Schuhläden, aber keine Löffel. Da, ein etwas größerer Salamander… Aber auch die haben nur einen Schuhlöffel Marke “Domina” für Schuhe über 50cm Höhe. Doch die nette Verkäuferin weiß trotzdem Rat und durchforstet g’schwind 😉 allerlei Schuhkartons im Lager, bis sie schliesslich stolz ein Schuhhorn von Bugatti hochhält, offensichtlich gerade einem frischen Paar Schuhe entrissen. Und dann wollen die noch nicht mal was dafür haben.

Danke, danke, lieber Salamander samt seiner Verkäuferinnen. So geht das. 🙂

Zu Hause angekommen, beginne ich meine Nachforschungen für den morgigen Tag in München, bei dem ich unter anderem auf Jagd nach Falken gehen werden. Ähmmm… nein, nicht der vermutlich schon bedrohte Raubvogel, sondern Socken der Marke Falke (genauer, die Trekking-Version TK2), welche hierzulande kaum bis gar nicht aufzutreiben sind und deren großer Fan ich bin.

Also fluggs angefangen, rumzutelefonieren, der erste Anruf führt mich gleich zum North Face-Laden in der Sendlinger Strasse, worin mich ein netter junger Mann glatt und sprichwörtlich von den Socken haut. Sie hätten zwar keine Falke-Socken, aber das komplette Falke-Programm gäbe es bei Sport-Schuster gleich am Marienplatz. Und nennt mir noch das Socken-Stockwerk mit dazu.

Geht es noch besser?

Neees, sag ich und werde morgen gleich noch einen Abstecher zu besagtem North Face-Laden machen und mich nochmal persönlich bedanken. Bei der Gelegenheit nehm ich dann auch gleich ein paar Outdoor-Hemden mit, denn die stehen – was ein Zufall – auch auf meiner deutschen Einkaufsliste.

Ach ja, und wenn wir schon beim Thema Kundendienst sind, vor einer Stunde habe ich für meinen Uralt-Mixer von Braun, dem Klassiker MX32, gleich ein paar Ersatzdeckel beim Braun-Kundenservice bestellt. Die sind dort mit 2,62 Euro aber auch erstaunlich billig und vor allem – das ist das beeindruckenste – überhaupt zu bekommen, den das Modell MX32 dürfte bald ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben. 🙂

Das nenne ich einen erfolgreichen Tag. 🙂

Posted in Budapest, Dienstleistungspannen, Unterwegs, Werbung | 1 Comment

Selber-Schuld-Schock-Video

Die Hamburger Polizei veröffentlichte kürzlich ein “Schockvideo“, in dem innerorts auf der Reeperbahn ein Motorradfahrer mit 120 km/h auf einen linksabbiegenden Mercedes knallt.

Obwohl ich aus eigener Erfahrung als Ex-Motorradfahrer und Ex-Rettungsassistent weiss, wieviel haeufiger die Schuld bei Motorrad-Auto-Unfaellen bei den Vierradlenkern liegt, habe ich absolut kein Verstaendnis und Mitleid für rasende Zweiradler.

Ich bezweifle, dass das Video gegen die oft tief verwurzelte Dummheit ankommt, aber vielleicht überdenkt ja doch der eine oder andere seine “Fahrtechnik”.

Da kann ich nur sagen: Dumm gefahren gelaufen.

Quelle: Spiegel Online

Posted in Unterwegs | Comments Off on Selber-Schuld-Schock-Video

Kommentar zum x-ten Amoklauf

Dies ist das 1:1-Zitat eines Beitrages von mir in einem Forum. Es ging – natürlich – um den jüngsten Amoklauf und – wieder mal – um die Frage, wie weit Killerspiele einen Anteil an solchen Amoklaeufen haben.

————————————————————

Ein Problem kann man causal (an den Ursachen) oder symptomatisch (an den Wirkungen) bekaempfen, wobei ersteres oft deutlich schwieriger ist und letzteres meist “naheliegend”. Hab ich Kopfschmerzen, schlucke ich eine Kopfschmerztablette und Ruh’ iss. Woher die Kopfschmerzen aber kommen (und wahrscheinlich sogar ein Warnsignal des Körpers sind), ignoriere ich damit. Das Ergebnis zaehlt.

Beim Thema “Amoklauf” ist die Unterscheidung IMO nicht so einfach.

Klar, symptomatisch = Kontrollen in den Schulen, keine Waffen, Metalldetektoren etc. (in den USA schon haeufig praktiziert). Was so einfach klingt, verlagert leider nur das Problem, wer nicht _in_ der Schule schiessen kann, tut dies davor oder in der Mall um die Ecke.

Auf der anderen Seite die Ursachen… ein Riesenfeld, kaum zu überblicken geschweige denn zu kontrollieren. Elternhaus, Erziehung, Mobbing etc.

Killerspiele stehen für mich genau zwischen Ursache und Wirkung. Sie sind nicht nur Ursache, aber auch nicht nur Wirkung. Wer sie spielt, hat einen Grund, sei es z.B. Spass, Herausforderung oder Kompensation. Es geht um Teamgeist, Schnelligkeit, Taktik und ich kann mir gut vorstellen, dass für viele “Killerspieler” Blut und Realismus zwar einen zusaetzlichen Kick bedeuten, sie aber durchaus zwischen Spiel und RL unterscheiden können.

Anders, wer kompensiert. Der lebt im Spiel all das aus, was er IRL nicht hat/ist/bekommt. Er kann allen Hass, Frustration und Schmerz in das Spiel packen und wird doch (oder gerade) am Ende als Sieger hervorgehen. Zumindest, wenn er das “Spiel” perfekt genug beherrscht.

Killerspiele “machen” IMO keine Killer, aber sie können in bestimmten Faellen zu Gewalt-Verstaerkung und Realitaetsverlust führen, sie können ein Katalysator sein für etwas schon Vorhandenes, einen Prozess beschleunigen oder überhaupt erst “Schein-Lösungen” für ein Problem aufzeigen. Sie können aber auch ein Ventil sein. Ist es nicht besser, den Frust über den gehassten Chef im Spiel loszuwerden als in Realitaet? Solange der Funke nicht in die Realitaet überspringt, druchaus legitim… die Gedanken sind frei.

Politiker, Geistliche und andere Tagtraeumer aber haetten gerne den perfekten Menschen, der einwandfrei funktioniert, keine dunklen Seiten aufweist und nie niemals nicht einem anderen Menschen auch nur in den leisesten Gedanken irgendeinen Schaden oder Missbrauch zufügt. Nett gedacht, aber das ist Realitaetsverlust, wie ihn kein Computergame bieten kann.

Letzten Endes ist die Frage, was wir draus machen. Die inzwischen freie Zugaengigkeit von Pornos stellt Erzieher und Erzogene ja auch vor ganz neue Aufgaben und nicht selten wird die ein oder andere Vorstellung von Liebe und Sex durch den “Schmuddelkram” (ich hassliebe dieses Wort) arg verzerrt. Andererseits wird über das Thema heute oft freier gesprochen und diskutiert als in den “guten alten” Zeiten von “Licht aus und Co.”

Also?

Ein Verbot von Killerspielen bringt denke ich nix, da bin ich derselben Meinung wie Phipz. Wer sich das Zeug besorgen will, wird es im Internet auch finden, zudem wird ein Verbot den Kick nur erhöhen. Und selbst, wenn ein Verbot den ein oder anderen Seiteneffekt lindern würde, hiesse es doch das Kind mit dem Bade ausschütten.

Kontrollen an Schulen sind auch ein netter Versuch, der das Leben vielleicht ein wenig friedlicher gestaltet, aber keinen sicheren Schutz bietet.

Was bleibt? Die schwierige Aufgabe, wirklich an die Ursachen heranzukommen. Die Aussage der Schulleiterin, dass ihr nicht bekannt sei, dass der Amokläufer Tim K. “in irgendeiner Form gemobbt wurde oder dass er gewalttätig war”, ist dabei schon blanker Hohn. Nicht bekannt = nicht existent? So viel Betriebsblindheit muss man erstmal aufbringen, zumal die Aussagen von Mitschülern und ein Chatauszug anderes bezeugen. (Nachtrag: Wie sich herausgestellt hat, war der Chatauszug mit der vermeintlichen Ankündigung gefaelscht!)

Der Lösungsweg ist also nicht einfach, ganz im Gegenteil. Er ist komplex, involviert unzaehlige Institutionen und Personen, kostet Geld und bringt auf kurze Sicht weniger Waehlerstimmen als der schnelle Schrei nach Verboten. Aber er ist vermutlich der einzige Weg, der funktioniert.

Jedenfalls braucht es mehr Besonnenheit statt Überreaktion. Kontrollen und Verbote gibt es schon genug, Verantwortung für das, was in unseren Köpfen aber passiert, möchte keiner übernehmen. Das waere ja auch zu viel verlangt. 😉

Posted in Gesellschaft, Zeitgeist, Zweifel | Comments Off on Kommentar zum x-ten Amoklauf

Wochenenddank

Ein tolles Wochenende neigt sich mit 850 km/h dem Ende zu. Das entspricht ungefähr der Geschwindigkeit des Airbus A319, indem ich mich gerade mitsamt diverser Süßigkeiten (Duplo, Lindts 85-prozentige…) im Pack wieder der momentanen Heimat Budapest nähere.

Irgendwie hat (fast) alles gestimmt an diesem Trip und da das “fast” in diesem Satz zwei mir (glücklicherweise) vollkommen unbekannte Personen betrifft, bleibt für alle anderen, die ich noch erwähnen werde, eine Extra-Portion Großes DANKE. Ihr hattet alle einen Anteil am Gelingen, sei es, weil ihr meinen kleinen Trip überhaupt erst möglich gemacht habt, weil ihr mir in Buchholz, Hannover oder Hamburg eine sehr nette Gesellschaft wart oder weil ich mit Euch über 500 oder 1000 Kilometer einen spannenden Chat führen durfte, während ich gerade am Gate in Hamburg oder im Flieger in Frankfurt gesessen habe.

Als am Dienstag der Ruf nach Hannover ertönte, war ich mir erst nicht sicher, ob ich ihm folgen sollte. Auf der Cebit war ich noch nie gewesen und eigentlich hatte es mich auch nicht wirklich hingezogen. Aber daß da jemand von meinen Freunden tatsächlich eine Einladung einer Firma erhält, so mit Bahnticket und Eintritt und so, das war neu. Nach dem innerlichen GO kam die äußerliche Organisation. Dienst tauschen (um nicht direkt von der Nachtschicht in den Flieger zur Messe steigen zu müssen) und mich um einen Schlafplatz kümmern. Denn so viel war klar… nach der Messe würde ich als Standby’ler flugmässig nicht mehr von Hannover wegkommen – alle Flieger von Samstag und Sonntag nach FRA oder MUC waren bereits überbucht. Und dann gab es ja noch eine ganz andere Idee…

Beides (Diensttausch und Unterkunft) gestaltete sich zuerst schwierig. Die “Requests” waren rasch losgetreten, aber bis zum Eintrudeln der Antworten verging eine gespannte Weile, schliesslich aber war alles unter Dach und Fach und Sack und Pack und überhaupt. Danke, Rainer! 🙂

Dank der losgewordenen Nachtschicht und einer spontanen Zusage für eine Übernachtungsmöglichkeit bei Hannover (trotz später Anfrage) konnte ich sogar schon am Freitag fliegen. Also ab zum Flughafen, es war Freitag, der 6. März, mittags.

Ein kleines Hinderniss tat sich auf, weil der Flug BUD-FRA Verspätung hatte. So war der Anschluss nach HAJ (Hannover) nicht zu bekommen. Während ich aber noch im Kopf die Alternativen durchspielte (Zug ab FRA etc.), kam schon die Ansage… “Passagiere gebucht nach Hongkong, Paris und Hannover bitte am Gate melden”. Die fleissigen Damen waren bereits damit beschäftigt, meine Reise zu retten und mich über MUC umzubuchen. Nicht nur das, zwei nette Fensterplätze waren auch gleich inbegriffen, was für einen PAD schon fast Luxus ist. Danke, Lufthansa. 🙂

Am Flughafen Hannover wurde ich sogleich in Empfang genommen, trotz der zweistündigen Verspätung durch die Umbuchung klappt alles super, die private Unterkunft kann man nur als absolut gelungen bezeichnen. Gästezimer unterm Dach mit zwei bequemen Betten, eigenes Bad und ein toller Ausblick aus dem Dachfenster auf Feld, Wald und Wiese. Ein nettes und anregendes Gespräch mit leckeren Äpfeln und lustigen Geschichten am Küchentisch, gefolgt von einer Wii Sports-Rundreise (ausser Golf ;-)), welche den Abend perfekt und mit viel Spaß abrundete. Am nächsten Morgen nochmal gut unterhalten und zum Bahnhof gebracht werden, ein kostenloses CeBit-Ticket im Gepäck… besser geht’s nicht. Danke Birgit und Mike. Danke, Alex. 🙂

Vor der Messe schnell ein Bahnticket nach Hamburg gekauft und sogar noch einen Sitzplatz bekommen. Dazu noch sehr freundlich bedient worden. Danke, Bahn. 🙂

Die S-Bahn zur Messe war voll. Also ich meine Voll, um nicht zu sagen VOLL. Was dem Spaß keinen Abbruch tat, vor allem, als eine Horde Jugendlicher die große Behindertentoilette mitnutzen wollte und kurze Zeit später wieder rauswollte, vermutlich weil sie noch nicht so dufttolerant waren, wie man es sich mit zunehmendem Alter und Flatulenz schonmal antrainiert.

Am Messebahnhof perfektes Timing. Just in dem Moment, als ich von meinem Ankunftsgleis 12 zu Gleis 16 gewechselt war, fährt auch schon der ICE aus München ein und mit ihm der Star des Tages: Phipz.

Der Messetag war einfach genial. Ich hatte ein paar Pläne gemacht, Vorträge rausgesucht, die mich interessieren, Hallen ausgelotet. Am Ende stand der Tag aber doch immer wieder im Zeichen von Zarafa und jenem Messestand, an dem Phipz spontan einen Vortrag über Z-Push halten würde, quasi die Live-Version einer seiner Podcastfolgen. Naja, kein Wunder, schliesslich war dies ja auch der Hauptgrund des ganzen Ausflugs. Zwischendurch sind wir immer wieder über die Messe gestreift, haben jede Menge Fotos geschossen und uns immer wieder über lustige Leute und Ausstellungsobjekte amüsiert. Von den geplanten Vorträgen hab ich keinen einzigen gesehen, aber auch nicht vermisst. Es war einfach gut, so wie es ist und wer hält da schon noch an einem Plan fest?

Die Leute von Zarafa waren auch sehr nett, sie gaben uns nicht nur die Möglichkeit, unser Zeug unterzubringen, sondern richtiges VIP-Feeling und Verpflegung obendrein. Spannend war auch, mit einer Internet-Bekanntheit wie Phipz durch die Hallen zu ziehen. Mehrmals wurde er von anderen Besuchern angesprochen… “Du bist der Phipz mit dem iPhone-Podcast, oder?”… ein paar Neugierigkeiten befriedigt und sogar Fotos “mit dem Star” geschossen.

Ansonsten war die Größe der Messe erschlagend und hinterließ den dringenden Wunsch, nächstes Jahr wiederzukommen, am besten natürlich mit mehr Zeit. Dann ist sicherlich auch Gelegenheit für den ein oder anderen  (nicht selbst gehaltenen ;-)) Vortrag und eine Pause zwischendurch.

Nach der Messe war Hamburg angesagt, einen sehr guten Freund wiedersehen und natürlich vieeeeel zu quatschen haben. Dazu Wii zocken, was much more Spaß machte als zu Hause gegen den Compi. Wir waren gleichauf, konnten uns gegenseitig über den Tenniscourt scheuchen und stellten überrascht fest, wie eingleisig und vorgeproggt die Gegner der Wii doch sind. Lecker Waffeln und ein gemütlicher, gesprächlich angeregter Stadtparkspaziergang rundeten den Sonntag ab. Flughafen-Transfer inklusive. Danke, Björn! 🙂

Am Gate in HAM war noch Zeit, also kramte ich das Macbook hervor und flugs wurde ein Chat mit einem guten Freund in der Schweiz gestartet. Ohrhörer rein, als Mikrofon hielt das des Macbooks her. Krasse Neuigkeiten galt es über den Skype’schen Äther zu schicken und die unfreiwilligen Mithörer um mich herum waren schon das eine oder andere Mal ob der deutlichen Worte erstaunt, die dieser Typ da mit seinem Laptop wechselte. Sowas hatten sie noch nicht allzuoft gesehen (und vor allem gehört ;-)). Danke, Cédric. 🙂

Bevor die Umsitzenden den Klapsentransport holen konnten, wurde geboardet. Im fast ausgebuchten A321 fand ich mich auf einem Mittelsitz zwischen einem Herren zu meiner Linken wieder, welcher offensichtlich den geistigen Getränken zu oft und zu viel zuspricht und entsprechende Düfte aussondert und einem älteren Sonderling zur Rechten, der mich an jene netten Onkels in amerikanischen Thrillern erinnert, die sich schliesslich als psychopathische Serienkiller herausstellen. Um nicht zu irgendeiner Form paranormaler Kommunikation genörigt zu werden, setzte ich die üblichen Abwehrmittel ein wie Kopfhörer und Schlafsimulation. Leider musste ich den gesamten Flug über das Frischluftgebläse direkt auf mein Gesicht richten, um nicht dem Gestank des C2’lers ausgesetzt zu sein, während auf der anderen Seite Mister Unheimlich konstant an seiner Riesenzeitung bastelte, die umdrehte, neu sortierte und schliesslich verwarf. Er las nicht wirklich, sondern musste nur irgendwas tun, schien wie ein auf 300 Prozent laufender Motor, welcher im nächsten Moment durchzudrehen und zu verglühen drohte. Ich wusste nicht, daß ADS soooo lange anhalten kann.

Schliesslich hatte ich es geschafft, das rettende Gate war erreicht und ich wurde aus der psychopathischen Alkoholikerbüchse gerettet. Danke, A17! 🙂

(Ja, Ihr habt es gemert, das war das “fast”, von dem ich ganz am Anfang sprach ;-))

Wieder wurde am Gate getschättet, dieses Mal nicht mit der Schwyz, sondern mit Burgau, wohin CeBit-Star Phipz inzwischen wieder zurückgekehrt war. Wie es das Stardasein so verlangt, mussten wir den Video-Chat unterbrechen, weil er zu einer Live-Schaltung in die Mac-TV-Sendung musste. Dort berichtete er von den Vortageserlebnissen auf der CeBit, belegt mit allerlei Fotos, die vor allem wohl von wem gemacht wurden? Naaa? Danke, Elmar. 😛

(Nachtrag: Die Foddos wurden natürlich von Phipz und mir gemacht. Die ersten drei in diesem Post sind z.B. von Phipz!)

Wieder im Vidchat kam uns wenig später das Boarding dazwischen, also setzten wir die Session im Flieger fort. Hehe, das war neu. Videochat zwischen LH3448 und dem Schwabenländle, Liveberichte von Sitz 20A, “Boarding completed”. Spätestens mit Türen zu und Pushback aber kamen wir zum Ende, denn nun hieß es “Elektronische Geräte bitte ausschalten”. Klasse war’s.

In BUD angekommen konnte ich sogar noch mit einem Arbeitskollegen mitfahren, welcher auf dem selben Flug wie ich gewesen war, was mir die Taxikosten ersparte. Danke, Jürgen. 🙂

Ja, Leute… so ist das. Manchmal ist ein One-to-One, man trifft sich mit jemand und hat eine gute Zeit. Manchmal aber haben auch ganz viele verschiedenste Leute Anteil daran, daß es einem gut geht und das Leben schön ist. Denen wollte ich einfach mal DANKE sagen, es ist toll, daß es Euch gibt.

Danke Rainer, Birgit, Mike, Alex, Björn, Cédric, Jürgen und natürlich an Phipz, ohne den dieses Wochenende gar nicht so passiert wäre.

Und Danke an die Ungenannten all der anderen Tagen und Wochen, die einfach da sind. 🙂

Posted in Allgemein | 3 Comments